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Coaching
Der Wahnsinn der Normalität
Von früh auf wurden die meisten Menschen dazu erzogen, Leistung zu erbringen und uns so zu verhalten, wie das Umfeld es von uns erwartet. In der Schule waren gute Noten verlangt, später ein Erfolg versprechendes Studium oder eine solide Berufsausbildung. Seit wir im Berufsleben stehen, gehören Karriere, Prestige und möglichst viel Geldverdienen selbstredend zu den höchst erstrebenswerten Attributen. Ausserdem sollen wir uns selbstverständlich auch in unserem Privatleben immer gesellschaftskonform verhalten, damit wir erfolgreich sind - genau so, wie wir es in unserer Kinderstube gelernt haben.
Mag sein, dass wir unser ansonsten angepasstes Verhalten mit exzessivem Freizeitvergnügen kompensieren und uns dadurch kurzfristig der Illusion von Freiheit hingeben können. Doch sowohl im angepassten, wie im spätpubertär-rebellischen Verhalten, bleibt nicht weniger als unsere Lebendigkeit und das, was uns im Innersten ausmacht - unser wahres Selbst (Carl Gustav Jung) - auf der Strecke.
Dieses Abgespalten-Sein von unseren tiefen Gefühlen, Empfindungen und wahren Bedürfnissen ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig («Der Wahnsinn der Normalität», Arno Gruen) und geht auf Prägungen in der Kindheit und Jugend zurück, die uns oft gar nicht bewusst sind, jedenfalls nicht in der Tiefe ihrer Bedeutsamkeit. Doch lernten wir schon damals, dass wir für Leistung und Nettsein beachtet wurden und Erfolg hatten («Das Drama des begabten Kindes», Alice Miller) und nicht dafür, dass wir ganz einfach der waren, der wir wirklich sind.
Wer bin ich denn überhaupt, jenseits von Leistung und Gesellschaftskonformität?
Wie hätte ich mich wohl entwickelt, wenn ich frei von familiärem, gesellschaftlichem, kirchlichem, schulischem und später beruflichem Druck gestanden wäre? Wer bin ich denn überhaupt, jenseits von Leistung und Anpassung? Was nährt mich wirklich und nachhaltig? Wie sieht mein wahres Selbst aus? («Haben und Sein», Erich Fromm)
Midlife-Crisis als Wendepunkt
Mit vierzig oder fünfzig Jahren - manche auch etwas früher, andere erst später - erleben wir natürlicherweise eine Entwicklungsphase, welche die Psychologie als Midlife-Crisis beschreibt. Oft haben wir uns beruflich etabliert und unser soziales Umfeld aufgebaut. Doch immer stärker werden wir nun von Lebenssinnfragen und damit der Frage nach dem wahren Selbst herausgefordert: Ist das Erreichte wirklich das, was ich in meinem Leben verwirklichen möchte? Stimmt die bisherige Art meiner Prioritätensetzung mit meinen echten Bedürfnissen überein?
Die Lebensmitte scheint der ideale Zeitpunkt zu sein, auf sein bisheriges Leben zurück zu schauen und einerseits Gutes zu würdigen, aber andererseits auch Belastendes, Fehlendes oder Noch-nicht-Verwirklichtes in der Tiefe zu erkennen. Dies setzt sich selbst gegenüber eine Offenheit voraus, die einer ganz anderen Qualität entspringt, als das übliche, gesellschaftskonforme So-tun-als-Ob und Sich-keine-Schwäche-anmerken-Lassen.
Unser innerstes Wesen ist Liebe
Die These, dass unser innerstes Wesen Liebe und Lebendigkeit ist, entspringt keiner schönfärberischen Esoterik, sondern entspricht sowohl den Erkenntnissen der Humanistischen Psychologie (Carl Rogers), als auch denjenigen der modernen Naturwissenschaften, namentlich der Quantenphysik (Arnold Mindell, Hans-Peter Dürr, Ken Wilber). In uns lebt diese unbedingte Liebe und Vitalität, auch wenn sie längst von Sachzwängen überdeckt wurde. «Das Kind in uns» weiss darum, aber auch um unsere in der Kindheit und Jugend erlittenen Verletzungen, in deren Beachtung an Bedingungen geknüpft war, was uns auf der seelischen Ebene nachhaltig prägte. («Das Kind in uns», John Bradshaw; sowie mein eigenes Buch «Das Kind im schwulen Mann»)
Humanistisch-tiefenpsychologisches Coaching als Begleiter in der Sinnfindungsphase
Gemeinsam gehen wir Ihren tiefen Gedanken, Gefühlen, Empfindungen und Träumen nach und lassen uns von unterstützender Literatur nähren. Mittels des humanistisch-tiefenpsychologischen Ansatzes (vergleiche «Psychotherapie») holen wir ihr inneres Kind ab und versuchen zu ergründen, welche Neuausrichtung Sie ihrem Leben geben wollen.
Wir können uns zum Coaching in meiner Praxis treffen, aber auch gemeinsam unterwegs sein, etwa bei einem Spaziergang, einer Wanderung oder einer Bahn- oder Schifffahrt. Im Wald, in den Bergen, auf einem See und bei Wind und Wetter stehen uns andere Inspirationsquellen zur Verfügung als im Praxisraum.
Wie oft soll ein solches Coaching stattfinden?
Dies hängt von Ihrer Prioritätensetzung und Ihren zeitlichen und finanziellen Ressourcen ab. Ideal ist es, in einer Anfangsphase vertieft in den Prozess einzusteigen. Als mittel- und langfristig angelegtes Coaching wird Sie vielleicht ein monatliches, zweimonatliches, viertel- oder halbjährliches Coaching am besten unterstützen. Möglicherweise ist Ihnen aber auch mit einem nach Bedarf punktuell stattfindenden Coaching gedient.
Kosten
Ein Coaching à 50 Minuten kostet Fr. 200.-;
für einen halben Tag (3 mal 50 Minuten) Fr. 550.-;
für einen ganzen Tag (6 mal 50 Minuten) Fr. 1000.-.
Beim «Coaching unterwegs» kommen allfällige Fahrspesen hinzu. Möglicherweise beteiligt sich Ihr Arbeitgeber an den Kosten.
Ein vereinbartes einstündiges Coaching muss mindestens 24 Stunden vorher verschoben oder abgesagt werden, ansonsten es in Rechnung gestellt wird.
Ein vereinbartes halbtägiges Coaching muss mindestens 72 Stunden vorher verschoben oder abgesagt werden. Bis 24 Stunden vorher wird die Hälfte des Honorars in Rechnung gestellt, danach der volle Betrag.
Ein vereinbartes ganztägiges Coaching muss mindestens 1 Woche vorher verschoben oder abgesagt werden. Bis 72 Stunden vorher wird die Hälfte des Honorars in Rechnung gestellt, bis 24 Stunden vorher drei Viertel, danach der volle Betrag.